SEO Search Results at Google

Neue Google Eye-Tracking Web Studie

Wie wichtig ist die Google Top 1 Position?

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Eye-Tracking Heatmap: Einfluss von mobilen Geräten auf das Suchverhalten

Hat sich das Suchverhalten von Google-Nutzern verändert?

Es ist ja schon lange bekannt, dass Nutzer die Google Suchergebnisseite grundsätzlich von oben nach unten lesen. Der Betrachtungsverlauf von Eye Tracking Studien zeigt dabei genau das Such- und Auswahlverhalten von Nutzern. In einer neuen Eye Tracking Studie von Google werden neue Erkenntnisse zum Blickverlauf, zur Wahrnehmung und zur Auswahl von Anzeigen aufgezeigt. Ausserdem veranschaulicht die Studie die Veränderungen in der visuellen Wahrnehmung der Suchergebnisseiten von Google innerhalb der vergangenen Jahre.

Wie veränderten sich Ergebnislisten, auch SERPs genannt?

Obwohl die Google Suchergebnisseite auf den ersten Blick immer ähnlich aussieht, sorgen doch kleine Änderungen im Aufbau sowie die jeweilige Nutzerverfassung für sehr unterschiedliche Wahrnehmungs- und Auswahleffekte. Google hat aber seine eigenen Seiten erheblich weiterentwickelt. Inzwischen gibt es grafische Einschübe wie Fotos und Videos, Karten-Verweise, Nutzerbewertungen, Informationsboxen, Anzeigen und weitere informationsbasierte Raffinessen.

Dort, wo früher die AdWord Anzeigen und organische Suchergebnisse förmlich und schlicht untereinander aufgelistet waren, finden Nutzer nun vielfältige Elemente, die viel mehr Informationen noch besser vermitteln sollen.

Diese Veränderung bewirkt auch, dass das von vielen Website-Administratoren oder SERP-Service Anbietern genannte F-Modell nicht mehr zwingend gültig ist. Das „goldene Dreieck“-Heatmap Bild wurden in den letzten Jahren durch komplexere Bilder ersetzt.

 

Was beeinflusst das Verhalten der Nutzer?

Viele Eye Tracking Studien von unserem Usability-Analyse-Team beginnen mit einer Produkt-Suche auf Google. Daher können wir viele dieser hier vorgestellten Studiendetails bestätigen.

Die aus solchen Eye Tracking-Web-Usability Analysen gefunden Erkenntnissen helfen, Wahrnehmungs- und Verhaltenseffekte zu erklären.

Die hier zusammengefasste Studie hinterfragt nun neben der Suche vom ersten “Treffer” aber noch folgende zwei Fragen:

  1. Welchen Einfluss hat die Motivation des Nutzers auf die Betrachtung einer Google Suchergebnisseite?
  2. Wie reagieren Nutzer, welche mit der ersten Recherche nicht zufrieden waren?

 

1) Einfluss der Motivation

Bei der Motivation eines Nutzers unterscheiden wir 3 Arten von Suchverhalten:

  • Produkt-Suche -> Suche nach einem Produkt, Service, usw. welches man kaufen möchte;
  • Informations-Suche -> Suche nach Informationen, z.B. zur Meinungsbildung für eine Entscheidung;
  • Unterhaltung/Pleasure-Suche -> ich möchte mich unterhalten lassen, was gibst Neues, Interessantes;

Die Nutzungsmotivation hat einen erheblichen Einfluss auf den Blickverlauf und auf die Betrachtungsintensität der Suchergebnisseite.

Bei einer Produkt-Suche werden AdWords Anzeigen häufiger ausgewählt, da der Nutzer erwartet, dass diese Webseite den Zweck hat Geld zu verdienen und deshalb hier eine Version vom gewünschten Produkt vorliegt.

Die Ergebnisse zur Informations-Suche zeigen, dass die Nutzer die Betrachtungsintensität der angezeigten Resultate erhöhen und bewusster anhand der Beschreibungen auswählen.

Bei der Such nach Unterhaltung ist man dagegen sehr viel spontaner in der Auswahl und reagiert auch viel stärker auf visuelle Effekte und kurze Texte.

2) Wenn der „erste Click“ nicht reicht

Wenn die erste Recherche nicht erfolgreich war, werden bei einer erneuten Betrachtung die zuvor nur flüchtig gelesenen Ergebnisse nun intensiver geprüft.

Beim wiederholten Besuch der Google Suchergebnisseite verlagert sich die Aufmerksamkeit auf die mittleren und unteren organischen Suchtreffer sowie auf die unteren rechten AdWords.

Zusätzlich verlängert sich dabei die Verweildauer und nach etwa 10 Sekunden werden auch die AdWords Anzeigen auf der rechten Seite in Erwägung gezogen.

 

Eye-Tracking Heatmap: Einfluss der Motivation

Heatmap: Einfluss der Motivation auf das Suchverhalten

Einfluss von mobilen Geräten

Im Rahmen unserer Eye Tracking Studien haben wir auch festgestellt, dass durch die Nutzung und Verbreitung von Tablets und Smartphones das Suchverhalten der Verbraucher heute stärker vertikal geprägt ist als noch vor einigen Jahren. Daraus ist auch erkennbar, dass das Scroll-Verhalten von den mobilen Endgeräten sich auf die PC- bzw. Bildschirmnutzung übertragen hat. Dieser Trend vom Scrollen wird zusätzlich durch die aufkommenden One-Page-Webseiten und die Social Webseiten wie Facebook, Twitter usw. unterstützt.

 

Google Eye Tracking Studie

Die hier verlinkte, von Google beauftragte, Eye Tracking Studie beschreibt, wie Google seine Nutzer bei der Betrachtung der Suchergebnisseite einschätzt. Diese Erkenntnisse helfen Google, die dargestellten AdWords noch attraktiver für Klicks zu positionieren.

Eine Eye Tracking Studie im Allgemeinen nutzt dabei Geräte, mit deren Hilfe die Blickbewegungen von Studienteilnehmern aufgezeichnet und analysiert werden. Die hieraus gewonnen Erkenntnisse helfen, Wahrnehmungs- und Verhaltenseffekte zu erklären. Die Eye Tracking Auswertungen werden dabei immer mit weiteren Usability, User Experience (UX) oder Marketing-Analyse Methoden ergänzt.

Die Google Eye Tracking Studie belegt, dass eine Website unter den Top 7 platziert sein muss, um signifikante Traffic-Steigerungen zu erzielen. Zudem deutet die Studie darauf hin, dass nach den bezahlten AdWords Anzeigen lediglich die ersten 3 organischen Suchergebnisse bei den Suchenden relevante Aufmerksamkeit für den ersten Klick erzielen. Des Weiteren erfolgt der zweite Klick oft nicht bei den AdWords sondern in den organischen Positionen.

Die schlechter platzierten Websites (Positionen 8-10) finden anhand dieser Google-Studie zufolge kaum Beachtung.

Link zur Google-Eyetracking Studie

Und hier ein weitere Interessanter Artikel auf onlinemarketing.de.