Lassen sich Apple-Geräte bald mit Augenbewegungen steuern?

Apple erhält Eye Tracking Patent

Apples Eye Tracking Anschluss an Google & Co.

Lassen sich Apple-Geräte bald mit Augenbewegungen steuern?

Apples Eye Tracking Anschluss an Google & Co.

Apple hat ein weiteres beachtenswertes Eye Tracking Patent vom US-Patentamt erhalten.

Das Patent wurde im April 2012 unter der US-Patentnummer 8.937.591 eingereicht und ist nun angenommen und veröffentlicht worden.

Apple hat mit dem Patent für sich den Grundstein für eine Integration von Augenkameras (Eye Tracker) in ihre zukünftigen i-Systeme gelegt.

Lassen sich Apple Geräte bald mit Augenbewegungen steuern?

Anwendungen mit Blicksteuerung gibt es bereits seit mehreren Jahren. Diese wurden aber vor allem für körperlich behinderte Menschen entwickelt. Weitere Anwendungsbereiche gibt es bei der Spiel-Interaktion, aber den breiten Durchbruch im Konsumenten-Mark ist noch nicht geschafft.

Das Interesse von Apple an der Blicksteuerung kann diese Technik für Otto-Normalverbraucher aber in naher Zukunft realistisch werden lassen. Denn dank dem Patent kann Apple dieses Verfahren im Zusammenspiel mit MAC, iPhone, iPAD und weiteren i-Mobilgeräten einsetzen. Apple dokumentiert im Patent zusätzlich, dass das patentierte Verfahren auch in Fahrzeugen und Videokonsolen eingesetzt werden kann.

Wird die i-Glasses, eine Apple VR-Brille, der kommende Renner?

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Apple die Blicksteuerung im Bereich der virtuellen Realität einsetzt. Bei VR-Brillen und VR-Geräten kann Eye Tracking die Nutzerfahrung sicherlich am besten revolutionieren und Apple besitzt seit 2006 bereits einige Patente in Virtuelle-Realität Segment.

Korrektur von visuellen Effekten erhöht die Wahrnehmung

Das von Apple patentierte blickbasierte Verfahren umfasst auch Methoden, um visuellen Effekten entgegenzuwirken. Ein typischer visueller Effekt tritt zum Beispiel auf wenn man längere Zeit auf einen bestimmten Ort auf den Bildschirm blickt. Dabei verlieren die Augen den Cursor im peripheren Blickfeld. Ein Eye Tracking Algorithmus kann nun verhindern, dass dies passiert.

Der Phänomen ist auch unter dem Begriff Troller-Effekt bekannt. Der Troller-Effekt beschreibt, dass das Gehirn bestrebt ist, kleinere, scheinbar unwichtige, Details auszublenden, wenn man sich auf einen anderen Punkt konzentriert.

Um zu verhindern, dass der Nutzer die Position des Cursors aus der visuellen Wahrnehmung verliert wird der Cursor nach einer gewissen Zeit leicht bewegen. Das Eye Tracking verfahren hilft dabei, den besten Moment, die ideale Distanz, und die optimale Richtung zu bestimmen.

Apples Eye Tracking Anschluss an Google & Co.

Apple hat mit dem Patent für sich den Grundstein für eine Integration von Augenkameras (Eye Tracker) in ihren zukünftigen Systemen gelegt. Damit schliesst Apple auch in der Blickerkennungs- Technologie wieder zur Konkurrenz wie Google, Microsoft, Sony, usw. auf.

Ob das Patent tatsächlich in künftigen Mac- oder iOS-Geräten zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Viele Ideen werden im Laufe der Entwicklung auch wieder verworfen wenn die Lösung nicht den nötigen Erfolg auf dem Nutzermarkt abdecken kann. Lassen wir uns überraschen.